Sechstklässlerinnen schreiben über die Flutkatastrophe

 

Die Naturkatastrophe 2004
Von Josephine Römer (6a)

Am zweiten Feiertag nach Weihnachten geschah es - die "Flutkatastrophe". Bisher schätzt man, dass es ca. 220 000 Tote gibt. Manche Menschen, wie es in den Nachrichten berichtet wird, konnte man wegen der vielen Verletzungen und der schlimmen Blutergüsse kaum noch erkennen. Deswegen tun Wissenschaftler jetzt in die Körper der Leichen kleine Mikrochips (Datenchips) und untersuchen die Körper nach Muttermalen, Haarfarbe, Zähnen, Tattoos oder sonstigen Merkmalen (falls man noch etwas erkennen kann), die bei der Identifizierung helfen. Vor ein paar Tagen wurde ein Mann auf einer abgerissenen Palme gefunden. Er berichtete, dass er am Anfang mit noch ein paar anderen Menschen zusammen war. Es wurden aber immer weniger, so dass zum Schluss nur er allein noch auf der Palme war. Er berichtete auch noch, wie er es geschafft hat, acht Tage lang auf der schwimmenden Palme im Wasser ohne ärztliche Hilfe zu überleben. Er lebte von Kokosnüssen und Kokosmilch.

Dies war die größte Flutkatastrophe seit 1833. Deswegen starteten Deutschland und auch noch viele andere Länder eine große Spendenaktion.

Einige kleine Inseln sind einfach untergegangen und manche sind jetzt näher an Sumatra. Wie Forscher herausfanden, lag es an Unterwasserströmungen. Sie können sich durch Verschiebung von Erdplatten, durch Erdbeben oder Vulkanausbrüche entwickeln und sie können bis zu 700 km pro Stunde schnell werden. Im tiefen Wasser sind diese Flutwellen kaum spürbar, doch wenn sie sich dem Festland oder den Inseln nähern, werden sie immer schneller und immer höher. Diese Wellen nennt man Tsunamiwellen, dann spricht man von einer so genannten Monsterwelle.

Am schwersten traf es die Insel Sumatra. Aber auch die Nikobaren und Indonesien mit den Städten Phuket und Kaolak und die schöne Trauminsel Sri Lanka wurden von der Flutwelle getroffen.

Jedes Erdbeben erinnert daran, dass die Erde im Innern nicht fest, sondern flüssig ist. Die meisten Menschen verloren ihre Kinder, Frauen, Männer usw. Man befürchtet jetzt wegen der vielen Leichen eine große Seuchenplage.

Aber Kadaver von Tieren konnte man nicht finden. Selbst Elefanten haben sich von Eisenketten losgerissen und sind weggelaufen. Man fand sie alle später im Dschungel. Ein kleiner Elefant rettete ein neunjähriges Kind, das zu dem Zeitpunkt auf seinem Rücken ritt. Das Kind ritt schon ein paar Tage davor auf  dem jungen Elefanten.

Man berichtete auch von einem Mann aus Sumatra, der 11 Kinder und seine Frau verloren hat. Aber natürlich gab es auch Glücksfälle, wie bei dem vierjährigen Jan, der seinen Vater wieder gefunden hat.  Die Ärzte und auch der Vater von Jan vermuten, dass die Mutter von Jan bei der Flutkatastrophe ums Leben kam.

 

 

Der Tsunami in Asien - Eine Begebenheit
Von Janine Mohncke (6a)

Eine Bahn wurde angehalten, weil eine Welle auf die Bahnstrecke zukam. Die erste Welle war nicht so groß und es würde bald weitergehen. Aber zunächst sollte keiner nach draußen gehen.

Nach einer Viertelstunde kam die zweite Welle angerast. Diese war groß wie eine Kokospalme. Als die erste Welle vorüber war, machte ein Mann eine Waggontüre auf. Zwei Männer und eine Frau konnten sich noch aus dem Zug retten, dann wurde dieser von der zweiten Welle wie eine Streichholzschachtel umgeworfen.

Eine Reisetasche fand man später neben einem abgerissenen Stromzähler, Kleider schwammen neben einem Fahrrad im Brackwasser. Bei einem Waggon lag ein Fotoalbum, ein Bild und eine zerschmetterte Wanduhr. Die Soldaten die bei dem Zug aufräumten, trugen Atemschutzmasken, weil der Gestank kaum auszuhalten war. Rund 2000 Passagiere waren im Todeszug und nur ca.150 Menschen haben überlebt.

  

 

Meine Gedanken zur Flut in Südostasien
Von Dina Neumann (6a)

Die Flutkatastrophe hat vielen Menschen das Leben gekostet. Warum lässt Gott das zu ? Diese Frage stellen sich Kinder und Erwachsene. In der Bibel (Matthäus 24,7) ist prophezeit, dass es Seuchen und Erdbeben am Ende der Zeit geben wird.

Ich habe auch etwas an die Flutopfer gespendet, doch wenn ich älter wäre, würde ich den Menschen gerne persönlich helfen.

Das, was ich in Zeitungen und Nachrichten gesehen habe, ist so schrecklich und bereitet mir Angst. Doch Gott sagt, ich soll mich nicht fürchten. Ich finde es schön, wie so viele Menschen aus anderen Ländern die überlebenden Menschen in Südostasien mit Sachspenden und Geld unterstützen. Ich persönlich finde, dass wir diese Leute auch mit Gebeten unterstützen sollten.

An manchen Tagen denke ich daran, dass das nicht in Ordnung ist, wenn ich mir etwas Schönes gönne und die betroffenen Menschen stattdessen um ihr Überleben kämpfen. Ich habe schon einmal mal darüber nachgedacht, dass so etwas Ähnliches bei uns ja auch mal passieren könnte.

Auch Kinder können für die in Not geratenen Menschen und dessen Helfer etwas tun. Sie können Spenden sammeln und vor allen Dingen beten.